Das Duo Frank Gratkowski (Saxophon, Klarinette, Bassklarinette) und Georg Gräwe (Piano) hatte sich um einen feinnervigen Raktionskünstler aus der Frühzeit des Free-Jazz erweitert, um Paul Lovens. Er, der in so vielen wegweisenden Formationen sein unkonventionelles Spiel und Klangbewustsein einbrachte, war auch in diesem Trio ein Partner, der auf jede Veränderung flexibel reagierte. Dieses Trio verdeutlichte selbst in hochenergetischen Aktionen Teamwork, da wurde kein Potential verschleudert, sondern im freien Zusammenspiel erarbeitet. Daneben verdichtete sich ein fast schon kammermusikalischer Verschmelzungsefekt, in intensivem Zuhören und interaktivem Erschließen einer eigenen Klangwelt. Ein überzeugender Akt spontaner Sensibilität und Dynamik. Inharmonische Schönheit ist ein selten Ding.
(MWo)
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